Ein Dach über dem Kopf ist ein Recht. Die SP setzt sich für mehr bezahlbare Wohnungen, mehr familiengerechten Wohnraum und mehr genossenschaftliches Wohnen ein.
Mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen heisst, ein Menschenrecht zu erfüllen und nicht der Immobilienspekulation das Feld zu überlassen. Die SP möchte den Anteil an bezahlbaren und attraktiven Wohnungen für alle erhöhen: für junge Menschen, Familien und Senior:innen. Wir setzen unser jahrelanges Engagement für die Förderung von Wohnbaugenossenschaften und öffentlichen Bauträger:innen fort. Wir fordern sanfte Renovierungen und eine qualitätsvolle Innenentwicklung statt Abriss und Luxusneubauten, um bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen und zu erhalten.
In der Stadt Freiburg fehlt es an grossen Wohnungen. Familien haben Mühe, eine bezahlbare und passende Wohnung zu finden. Deshalb fordert die SP, dass jedes Neubau- und Transformationsprojekt eine verbindliche Mindestquote an grossen Wohnungen aufweisen muss. Wir setzen uns für eine soziale und ambitionierte Wohnungs- und Förderpolitik ein. Die Stadt, die Burgergemeinde und die Stiftung für Wohnraum müssen aktiv Liegenschaften erwerben und diese qualitätsvoll entwickeln.Der öffentliche Raum gehört allen. Die SP setzt sich für eine lebendige und begrünte Stadt mit einer hochwertigen Infrastruktur ein, die sanfte Mobilität und den öffentlichen Verkehr fördert.
Wir wollen die Aufwertung der öffentlichen Räume in allen Quartieren fortführen – mit der Lebensqualität als Leitprinzip. Soziale Kohäsion, hochwertige Begrünung, Biodiversität, durchlässige Böden und wirkungsvolle Beschattung sollen gestärkt werden. Der soziale Zusammenhalt und die Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersgruppen und Hintergründe sollen gezielt gefördert werden.
In der Mobilität setzen wir auf gute Erreichbarkeit durch den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr. Wir wollen sichere, gut ausgebaute Infrastrukturen für den Fuss- und Veloverkehr schaffen, attraktive öffentliche Verkehrsmittel mit fairen Preisen und hoher Taktung fördern und den Durchgangsverkehr in den Quartieren reduzieren.
Niemanden zurücklassen. Die SP setzt sich für Vielfalt ein, kämpft gegen Diskriminierung, engagiert sich für eine feministische Stadt, handelt gegen prekäre Verhältnisse und verteidigt einen starken Service public sowie hochwertigeSozialleistungen.
Der Wert einer Gesellschaft misst sich am Wohlergehen der Schwächsten. Die SP setzt sich darum für eine solidarische, egalitäre und inklusive Stadt ein.
Wir kämpfen gegen sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt, Belästigung im Alltag und alle Formen der Diskriminierung, von denen insbesondere Frauen, LGBTQIA+-Personen und rassifizierten Personen betroffen sind. Jeder Mensch muss in Sicherheit leben können, respektiert werden und die gleichen Rechte und Chancen geniessen können.
Freiburg ist eine multikulturelle Stadt, und wir möchten, dass sie ein Ort bleibt, an dem jeder seinen Platz findet und uneingeschränkt am Gemeinschaftsleben teilhaben kann. Solidarität entsteht auch im öffentlichen Raum: Die Stadt muss für alle zugänglich und einladend sein – für Eltern mit Kindern, Menschen mit Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühlen – und eine sichere und einfache Fortbewegung ermöglichen. Wir wollen auch die Strassensozialarbeit intensivieren.
Gleichstellung erfordert eine paritätische Vertretung in Entscheidungsgremien, Kommissionen und Führungspositionen. Sie wird bereits in der Schule durch Bildungsprojekte gefördert, die Stereotypen in Bezug auf Geschlecht, Herkunft oder Alter dekonstruieren und Respekt und Offenheit fördern.
Um die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen zu stärken und Prekarität zu bekämpfen, muss die Stadt eine ausreichende Anzahl hochwertiger Kinderbetreuungseinrichtungen fördern.
Die Unterstützung von Vereinen vor Ort, die sich täglich für Solidarität, Prävention und Zusammenhalt einsetzen, ist unerlässlich, damit niemand zurückgelassen wird. Ein würdiger und effizienter Zugang zu Sozialhilfe sowie zu lokalen öffentlichen Dienstleistungen – Bildung, Gesundheit, Kultur, Mobilität – ist unerlässlich, um echte Gleichstellung zu gewährleisten und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die SP setzt sich für eine moderne und soziale Familien-politik, Betreuungs- und Kita-Plätze für jedes Kind und eine hochwertige schulische Unterstützung ein.
Jedes Kind soll in einer wohlwollenden, anregenden und sicheren Umgebung aufwachsen können. Die SP setzt sich für eine Stadt ein, die in Bildung, Betreuung und Lebensräume investiert, um Ungleichheiten schon im frühen Kindesalter zu reduzieren. Bezahlbare Kitas, einladende Quartierschulen sowie gesunde und nachhaltige Mahlzeiten sind zentrale Bausteine für eine gerechtere und solidarischere Gesellschaft. Wir wollen, dass alle Familien – unabhängig von ihrem Modell – Familien- und Berufsleben gut miteinander vereinbaren können. Die Familienpolitik muss Ausgrenzung in jeder Form bekämpfen und soziale Gleichheit fördern. Gemeinsam machen wir Freiburg zu einer Stadt, in der jede Familie ihren Platz findet und jedes Kind träumen, lernen und sich frei entfalten kann.
Griffige Massnahmen gegen den Klimawandel. Die SP setzt sich für eine begrünte und gegenüber Hitzeinseln widerstandsfähige Stadt ein und unterstützt eine ambitionierte Energiewende.
Als Antwort auf die Klima- und Umweltkrise müssen wir jetzt alles daran setzen, um heute und in Zukunft eine gute Lebensqualität für alle zu gewährleisten. Soziale Gerechtigkeit und Umweltgerechtigkeit sind ein und derselbe Kampf.
Wir setzen uns für eine vielfältige, gesunde und zugängliche Umwelt in allen Quartieren ein. Vor dem Hintergrund der notwendigen Anpassung an den Klimawandel möchten wir unsere Bemühungen um die Begrünung des öffentlichen Raums sowie um eine nachhaltigere Boden- und Wasserbewirtschaftung fortsetzen und intensivieren. Wir wollen vorbildliche Investitionen zur Unterstützung der Energiewende auf kommunaler Ebene in den Bereichen Mobilität, Gebäudesanierung und Erzeugung erneuerbarer Energien.
Sport und Kultur verbinden uns. Die SP fördert ein reichhaltiges, vielfältiges, zugängliches und erschwingliches Sport- und Kulturangebot.
Kultur und Sport verbinden Menschen, stärken den sozialen Zusammenhalt und beleben die Stadt. Sie schlagen Brücken zwischen Sprachen, Generationen und sozialen Gruppen. Deshalb müssen sie für alle zugänglich sein. Die SP setzt sich für eine Stadt ein, die Projekte unterstützt, die der Bevölkerung durch Kreativräume und passende Infrastrukturen den Zugang zu Kultur und Sport ermöglichen. Diese Angebote müssen allen Menschen offenstehen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Herkunft. Orte hoher Qualität bieten auch Freiburger Talenten die Chance, sich zu entfalten und zu entwickeln. Ob als aktive Teilnehmer:innen oder als Zuschauer:innen – Kultur und Sport schaffen zentrale Freiräume, die die SP stärken will.
Öffentliche Gelder müssen dem öffentlichen Interesse dienen. Die SP setzt sich für zukunftsorientierte Investitionen und eine gerechte Besteuerung ein, welche niedrige und mittlere Einkommen nicht übermässig belastet.
Die kommunalen Finanzen müssen Investitionen in hochwertige öffentliche Infrastrukturen wie Schulen und sanfte Mobilität, bezahlbaren Wohnraum und andere Dienstleistungen zum Wohle der Bevölkerung (Kinder, Kultur, Sport, usw.) ermöglichen. Die kommenden Jahre werden aufgrund der Sparmassnahmen auf Bundes- und Kantonsebene finanziell schwierig werden. Wir verfolgen weiterhin eine verantwortungsvolle und nachhaltige Finanzpolitik, bei der jeder öffentliche Franken dem Gemeinwohl dient und soziale Ungleichheiten verringert.
Die Bedeutung der Stadt Freiburg reicht weit über ihre Grenzen hinaus. Nach dem Ende der institutionellen Agglomeration und der Ablehnung der Fusion Grossfreiburgs ist es umso wichtiger, dass die Stadt eng mit den umliegenden Gemeinden zusammenarbeitet und als treibende Kraft die Entwicklung der Region und des Kantons vorantreibt.
Mehr und mehr Themen werden auf überkommunaler Ebene behandelt, wirken sich aber direkt auf lokaler Ebene aus: Raumplanung, Kultur, Mobilität, Umwelt, Tourismus, Wirtschaft usw. Wir setzen uns aktiv dafür ein, der Stimme der Stadt Gehör zu verschaffen, damit ihr Beitrag zur regionalen und kantonalen Entwicklung anerkannt wird und die Interessen ihrer Einwohner:innen berücksichtigt werden.